Demokratie unter Druck: Wozu sind wir bereit?
Überzeugte Demokratinnen und Demokraten. Als solche empfinden sich die meisten von uns. Doch was, wenn uns unsere demokratischen Grundwerte etwas kosten? Soziale Akzeptanz, Privilegien, Freiheit oder Gesundheit? Welchen Preis wären wir bereit, für unsere Überzeugungen zu zahlen?
Menschen aus vier Generationen berichten von ihrem Einsatz für Freiheit und Grundrechte: davon, welche gravierenden Folgen der Einsatz für ihre demokratischen Überzeugungen für sie persönlich hatte, was sie dazu bewegt hat, sich zu exponieren – in der kommunistischen Diktatur der SBZ und DDR der frühen Nachkriegszeit einerseits und unter den grundlegend anderen Bedingungen unseres heutigen demokratischen Gemeinwesens andererseits.
Ihre ganz individuellen Erfahrungen schilderten:
- Werner Bork (Jahrgang 1932), bereits als Jugendlicher stand er in Opposition zum System der SBZ – mit Folgen für sein ganzes Leben
- Markus Meckel (Jahrgang 1952), SPD-Politiker und letzter Außenminister der DDR
- Murat Kalmış (Jahrgang 1971), als FDP-Politiker einer von drei Bürgermeistern von Delmenhorst, gründete angesichts von Hass gegen Mandatsträger eine Beratungsstelle
- Sylvia Swierkowski (Jahrgang 1987), Sozialarbeiterin aus Brandenburg, wurde während eines Demokratiebildungsprojektes ohne Angaben von Gründen von der Kommune Wandlitz freigestellt und schließlich entlassen
Daran anknüpfend hieß es für das Publikum: Hand aufs Herz – wie weit würde ich gehen? Wozu wäre ich bereit?
Die Moderation übernahm Feridun Öztoprak.
Die Veranstaltung eröffnet die Ausstellung: „… denen mitzuwirken versagt war." Ostdeutsche Demokraten in der frühen Nachkriegszeit
der Bundesstiftung Aufarbeitung, die vom 19. Mai bis 8. Juni 2026 in der Portikushalle des Landtages präsentiert wird.
Was?
Veranstaltung zur Eröffnung der Ausstellung „... denen mitzuwirken versagt war." Ostdeutsche Demokraten in der frühen Nachkriegszeit
Wann?
19. Mai 2026 | 16:00 Uhr
Wo?
Portikushalle des Landtages
Wer?
Interessierte Öffentlichkeit