– Pressemitteilung 2026-10-19

Wissen ist Macht? – Veranstaltung im Landtag zum Wechselspiel zwischen Politik und Wissenschaft

Gesellschaft und Politik erwarten von der Wissenschaft Orientierung. Durch Datenanalyse, Statistiken und Modellierungen lassen sich idealerweise belastbare Grundlagen für informierte Entscheidungen schaffen. Zugleich kann die Wissenschaft weder die politische Willensbildung noch die erforderlichen politischen Abwägungsprozesse ersetzen. Zwischen gesuchter Nähe und gebotener Distanz stellt sich die Frage: Wie wissenschaftlich muss Politik, wie politisch darf Wissenschaft sein?

Über diese Frage sprechen Prof. Dr. Viola Priesemann, Wissenschaftlerin und Politikberaterin, und die Wissenschaftsjournalistin Korinna Henning am 5. November 2026 im Leibniz-Saal des Landtages. Die gemeinsame Veranstaltung „Wissen versus Wertung“ vom Landtag und der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen beginnt um 17:00 Uhr. Interessierte können sich bis zum 25. Oktober 2026 unter folgendem Link anmelden: https://www.landtag-niedersachsen.de/2026-11-05-anmeldung. Bereits seit vielen Jahren organisieren Akademie und Landtag gemeinsam Veranstaltungen. 

Folgender Ablauf der Veranstaltung ist vorgesehen: Nach der Begrüßung von Landtagspräsidentin Hanna Naber wird Prof. Daniel Göske, Präsident der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, ein Grußwort sprechen. Es folgen Impulsvorträge von Prof. Dr. Viola Priesemann und Korinna Hennig. Bei der abschließenden Podiumsdiskussion sprechen sie gemeinsam mit Mitgliedern des Landtages und dem Publikum unter anderem über Erwartungen an wissenschaftliche Expertise und über den Missbrauch wissenschaftlicher Sprache.  

Parlamentspräsidentin Hanna Naber sagt: „Die Politik ist auf wissenschaftliche Erkenntnisse angewiesen, um möglichst alle Fakten zu kennen, die für eine Entscheidung von Relevanz sind. Und doch muss am Ende die Politik entscheiden, abwägen und den einen oder den anderen Aspekt priorisieren. Daraus ergibt sich ein gewisses Spannungsfeld, das unserer aller Aufmerksamkeit verdient.“

Hinweis

Medienschaffende sind eingeladen, über die Veranstaltung zu berichten. Um Anmeldung per Nachricht an presselandtag(at)lt.niedersachsen.de wird gebeten.