Beruf, Familie, (Selbst-)Fürsorge, kulturelle und politische Teilhabe – all das braucht Zeit. Und die ist chronisch knapp und ungleich verteilt, nicht zuletzt zwischen den Geschlechtern. Obwohl Zeit wohl die entscheidende Ressource in unserer Gesellschaft ist, wird viel zu selten darüber verhandelt, wie sie gerechter verteilt werden kann. Anlässlich des Internationalen Frauentag am 8. März 2026 wird eine Matinée im Niedersächsischen Landtag genau dafür Raum bieten. Die Veranstaltung im Leibniz-Saal beginnt um 11:00 Uhr.
Mit geladenen Vertreterinnen aus allen gesellschaftlichen Bereichen möchte Landtagspräsidentin Hanna Naber Ideen für eine radikal neue Zeitkultur diskutieren. Eine Zeitkultur, die Schlüssel sein kann für Geschlechter- und Generationengerechtigkeit, für eine nachhaltige Ökonomie und für eine lebenswerte Zukunft. Den Impuls des Vormittages gibt die freie Wirtschaftspsychologin, Beraterin und Speakerin Dr. Lisa Schleker.
Landtagspräsidentin Hanna Naber betont im Vorfeld des Frauentages: „Dass Beruf, Familie und das eigene Wohlbefinden sich nur unzureichend vereinen lassen, wird als unveränderliches Symptom unserer Form des Zusammenlebens hingenommen. Viele hecheln letztlich unbeirrt tagtäglich ihren knapp bemessenen Zeitplänen hinterher. Aber: All das muss nicht so sein – wir müssen uns nur trauen, grundsätzlich anders über Zeit als die zentrale Ressource in unserer Gesellschaft nachzudenken. Vor allem mit Blick auf die noch immer nicht verwirklichte Gleichberechtigung der Geschlechter sollten wir uns die Frage der Zeit stellen.“
Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Fragen an die Demokratie“ mit dem diesjährigen Schwerpunkt „Auf geht’s, Demokratie! Welche Zukunft soll es sein?“. 2026 stehen Zukunftsvisionen für ganz unterschiedliche Politikfelder im Fokus einer Veranstaltungsreihe.
Hinweis
Medienschaffende sind eingeladen, über die Veranstaltung zu berichten. Um Anmeldung per Nachricht an presselandtag(at)lt.niedersachsen.de wird gebeten.