Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vier Jahrzehnten und der Beginn der russischen Vollinvasion der Ukraine vor inzwischen mehr als vier Jahren – beide so unterschiedliche Ereignisse haben doch eines gemeinsam: Sie hatten und haben schreckliche Auswirkungen auf die Kinder in der Ukraine. Im Zeichen humanitärer Verantwortung hat es sich die Stiftung des Landes Niedersachsen „Kinder von Tschernobyl“ zur Aufgabe gemacht, dieses Leid zu lindern – damals wie heute.
Anlässlich des vierzigsten Jahrestages der Reaktorkatastrophe (26. April 1986) findet am 27. April 2026 eine Gedenkveranstaltung im Leibniz-Saal des Landtages statt. Die gemeinsam mit der Landessstiftung realisierte Veranstaltung beginnt um 17:00 Uhr. Zum einen wird der langfristigen Folgen des atomaren Vorfalls gedacht, zum anderen das Engagement von „Kinder von Tschernobyl“ für betroffene Kinder gewürdigt – und zugleich der Blick auf die aktuelle medizinische und humanitäre Lage in der Ukraine gerichtet. Denn mit der Ausweitung des russischen Angriffes hat die Stiftung sich neu ausgerichtet. Neben dringend notwendiger Unterstützung für durch den Krieg bedrohte Kinderkliniken hat es sich die Landestiftung zur Aufgabe gemacht, Kindern und Jugendlichen zu helfen, ihre Kriegstraumata zu bewältigen.
Folgender Ablauf der Veranstaltung ist vorgesehen:
Begrüßung
Hanna Naber, Präsidentin des Niedersächsischen Landtages
Grußwort
Dr. Andreas Philippi, Niedersächsischer Minister für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung
Ansprache
Dr. Irina Tybinka, Generalkonsulin der Ukraine in Hamburg
Vorstellung der Arbeit der Landesstiftung
Dr. Thomas Buck, Kuratoriumsvorsitzender
Sebastian Maas, Geschäftsführer
Landtagspräsidentin Hanna Naber sagt zur Arbeit der Stiftung: „Über Jahrzehnte hinweg hat die Landesstiftung ‚Kinder von Tschernobyl‘ die von den schrecklichen Folgen der Reaktorkatastrophe betroffenen Kinder verlässlich und unbürokratisch unterstützt. Wie viele Institutionen und Organisationen hat die Stiftung angesichts der russischen Vollinvasion ihr Wirken angepasst – ohne das ursprüngliche Ansinnen aus dem Blick zu verlieren. Vor diesem Hintergrund wollen wir die Arbeit der Landesstiftung würdigen.“
Hinweis
Medienschaffende sind eingeladen, über die Veranstaltung zu berichten. Um Anmeldung per Nachricht an presselandtag(at)lt.niedersachsen.de wird gebeten.