Erklärung der Landtagspräsidentin zu dem rechtsextremistischen Anschlag in Halle

Synagoge in Halle (Saale), Jüdischer Friedhof, Humboldtstraße
Synagoge in Halle (Saale), Jüdischer Friedhof, Humboldtstraße. (© Allexkoch [CC BY-SA 4.0 (https:// creativecommons.org/ licenses/by-sa/4.0)])

Angesichts der erschütternden Ereignisse des gestrigen Tages in Halle und Landsberg drückt Landtagspräsidentin Dr. Gabriele Andretta allen Familien, Angehörigen und Hinterbliebenen der Opfer, den Verletzten sowie der jüdischen Gemeinde, stellvertretend für den gesamten Niedersächsischen Landtag, ihr tiefstes Mitgefühl und ihre Solidarität aus.

Dr. Andretta betont: „Der offenkundig antisemtisch-rassistisch motivierte Anschlag ist ein direkter Angriff auf unsere freiheitlich und pluralistisch verfasste Gesellschaft. Es ist beschämend, dass jüdisches Leben in Deutschland immer noch bedroht ist und die letzten verbliebenen Zeitzeugen der Shoah erneut einen so massiven Angriff auf eine Synagoge erleben müssen. Die offenbare Radikalisierung im und durch das Internet, die auch bei diesem Anschlag eine entscheidende Rolle gespielt hat, ist beängstigend. Wir erleben seit längerem, dass – nicht nur ungehemmt im Netz, sondern auch in unseren Parlamenten - Grenzen des Sagbaren immer wieder verschoben werden und damit der Boden für Hass bis hin zu feigen Angriffen auf Menschen bereitet wird.

Es ist die Pflicht aller staatlichen Institutionen und der Zivilgesellschaft, diesem rechtsextremistischen Terror mit aller Vehemenz entgegenzutreten.“

Die Präsidentin wird heute Abend an der Mahnwache am Kröpcke teilnehmen, um gemeinsam ein Zeichen gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus zu setzen.