Shared History: 1700 Jahre jüdisches Leben im deutschsprachigen Raum

Edikt Kaiser Konstantins und Simson-Schwalbe. (© Biblioteca Apostolica Vaticana und AKF Fahrzeugteile GmbH; Collage: fernkopie)

Ausstellung im Niedersächsischen Landtag

21. Januar bis 20. Feburar 2022

2021 markiert das 1700-jährige Jubiläum des frühesten Dokuments, das eine jüdische Gemeinde in dem Gebiet des deutschsprachigen Raums erwähnt. In einem Edikt aus dem Jahre 321, dessen Abschrift heute in der Vatikanischen Bibliothek verwahrt wird, erlaubte Kaiser Konstantin den Kölner Stadträten, auch Juden zur Ausübung öffentlicher Ämter zu verpflichten.

Um die facettenreichen Narrative jüdischer Geschichte in diesem Zeit- und Sprachraum zu schildern, hat das Leo Baeck Institute – New York|Berlin das Projekt Shared History – 1700 Jahre jüdisches Leben im deutschsprachigen Raum ins Leben gerufen. Es ist eine Shared History, eine gemeinsam geteilte Geschichte, im wahrsten Sinne des Wortes. Denn die Geschichte von Jüdinnen und Juden war und ist seit Jahrhunderten tief verwoben mit der Geschichte der Mehrheitsbevölkerung in den Regionen und Ländern dieses Raums.

Die Ausstellung im Auftrag des Deutschen Bundestages ist Teil des Projekts Shared History. Sie beleuchtet schlaglichtartig die individuellen und kollektiven Erfahrungen, die jüdisches Leben im deutschsprachigen Raum über Jahrhunderte prägten: Diskriminierung, Ausgrenzung und Entrechtung auf der einen Seite, Akzeptanz, Akkulturation und gesellschaftlicher Aufstieg auf der anderen Seite.

Gezeigt wird dies anhand ausgewählter Objekte, die auf gläsernen Ausstellungstafeln abgebildet sind. Dabei wird deutlich, dass es mitunter die unscheinbarsten Dinge sein können, wie ein Paar Augengläser, die eindrücklich von den Mühen und physischen Strapazen berichten, die sich hinter emanzipatorischen Kraftakten verbergen.


Eine Ausstellung des Leo Baeck Institute – New York | Berlin im Auftrag des Deutschen Bundestages anlässlich des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.

Design: fernkopie und Lendler Ausstellungsarchitektur

Die Ausstellung ist am 21. Januar 2022 von 12:00 Uhr bis 20:00 Uhr sowie vom 22. Januar bis 20. Februar 2022 (jeweils von Montag bis Sontag) von 09:00 Uhr bis 20:00 Uhr in der Portikushalle des Niedersächsischen Landtages für die Öffentlichkeit zugänglich.

 

 

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