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Readspeaker Symbol Pressemitteilung 270/2016 vom 24.02.2016

Busemann: Niedersachsen braucht eine starke Landwirtschaft

Landtagspräsident fordert Respekt und Anerkennung für Landwirte

Aus Anlass der Eröffnung des neuen Regiotreffs Agrar Weser-Ems in Oldenburg am heutigen Mittwoch (24.02.2016) erklärt Landtagspräsident Bernd Busemann: „Die Land- und Ernährungsmittelwirtschaft ist nach dem Automobilbau der stärkste und wichtigste Wirtschaftszweig Niedersachsens. Sie erzeugt erstklassige Produkte. Diese kommen nicht nur vom Acker, aus dem Stall oder dem Wald. Die vor- und nachgelagerten Bereiche der Branche sorgen auch für eine führende Stellung Niedersachsens etwa im Landmaschinenbau oder in der akademischen Agrarwissenschaft.“

In diesen Wochen geraten zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe durch rapide fallende Preise vor allem für Getreide und Milch unter zunehmenden Druck. Diese Entwicklung hat eine Reihe von Gründen, von denen kaum einer durch die niedersächsische Landespolitik wesentlich beeinflusst werden kann. Zu nennen sind ungünstige internationale Marktentwicklungen und die Folgen des Ukraine-Konfliktes.

Gerade in einer solchen Lage wäre es für unsere Landwirtinnen und Landwirte, ihre Familien und Mitarbeiter ganz besonders wichtig, sich solidarisch von allen Verantwortlichen im Land unterstützt zu wissen. In jeder Hinsicht kontraproduktiv sind dagegen zusätzliche Belastungen wie zum Beispiel noch weiter ausgedehnte Dokumentationspflichten oder teure Ausweitungen von Standards und deren Kontrolle.

In früheren Jahrzehnten war es weitgehend Konsens zwischen Regierungen und Opposition, dass die Landwirtschaft als wichtige Säule unserer Wirtschaft und Kultur allen Zuspruch und jede angemessene Hilfe verdient. Heute dagegen sehen sich dagegen viele landwirtschaftlich geprägte Familien einer wachsenden sozialen Ausgrenzung gegenüber, die bis hin zu öffentlichen Diffamierungen und Herabsetzungen ihres Berufs führen. Diese Ungerechtigkeit müssen hart arbeitende Menschen erdulden, die täglich als Unternehmer und Praktiker dafür schuften, dass wir überall in Stadt und Land mit hervorragenden Lebensmitteln versorgt werden.

Deshalb rufe ich dazu auf, der Landwirtschaft wieder mit dem Respekt zu begegnen, der ihr gebührt. Den Menschen, von denen sie getragen wird, muss wieder die Anerkennung gezollt werden, die ihre schwere Arbeit verdient. Noch ist unsere Land- und Ernährungsmittelwirtschaft wettbewerbsfähig wie kaum eine andere Branche. Noch bietet sie hunderttausende attraktive Arbeitsplätze. Noch sorgt sie flächendeckend für den Erhalt unserer vielfältigen Kulturlandschaft. Das alles würde aufs Spiel gesetzt, wenn die Motivation unserer Landwirtinnen und Landwirte dauerhaft unter Misstrauen und Vorurteilen zu leiden hätte.


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