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Readspeaker Symbol Pressemitteilung 253/2015 vom 17.11.2015

Vortragsabend mit der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen im Interims-Plenarsaal (Forum) des Niedersächsischen Landtages

Landtagspräsident Bernd Busemann lädt zu dem alljährlichen Vortragsabend mit der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen am Dienstag, dem 24. November 2015, um 18.00 Uhr im Interims-Plenarsaal (Am Markte 8/Forum) des Niedersächsischen Landtages ein. Frau Vizepräsidentin Dr. Gabriele Andretta wird Landtagspräsident Busemann vertreten und durch die Veranstaltung führen.

In diesem Jahr wird ein Mitglied der Mathematisch-Physikalischen Klasse der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen sprechen: Professor Dr. Dr. h. c. Gerold Wefer, Gründer und bis 2012 Direktor des DFG-Forschungszentrums/Excellenzclusters MARUM, Zentrum Marine Umweltwissenschaften in Bremen, referiert zu dem Thema „Vorstoß in die unbekannte Tiefsee“.

Zum Vortrag:

Der tiefe Ozean ist auch heute noch weitgehend unerforscht. Diese Aussage kann auch für die Ozeanränder und sogar für die Schelfregion gemacht werden. Im Vergleich zur Erkundung der Landoberfläche durch Satelliten müssen die Beobachtungen und Messungen am Meeresboden mit Fahrzeugen durchgeführt werden, die direkt am Meeresboden operieren. Diese Arbeiten erfordern spezielle Technologien, zum Beispiel bemannte Unterseeboote, Unterwasserroboter, autonome Unterwasserfahrzeuge und videokontrollierte Gerätesysteme wie Unterwasser-Bohrgeräte. Der Einsatz von seismischen und akustischen Verfahren ist zur Erkennung und Kartierung der Bodentopographie und der geologischen Strukturen unterhalb des Meeresbodens von großer Bedeutung. Während die Schelf- und Küstenregionen wegen der sozialen und ökonomischen Bedeutung und der starken Konkurrenz von Nutzern (Verkehrswege, Energiegewinnung und Ressourcennutzung, Tourismus usw.) lange Zeit im Vordergrund der Untersuchungen standen, finden jetzt auch die tieferen Bereiche des Meeresbodens wegen der Exploration von Rohstoffen (Öl, Gas und Metalle; bis zu 3000 Meter Tiefe) ein zunehmendes Interesse. Unter Nutzung modernster Technologien werden ständig neue Phänomene am Meeresboden entdeckt: Austritte von Gashydraten, kalte Quellen an den Kontinentalhängen, Lavaaustritte und heiße Quellen an den Mittelozeanischen Rücken und in Backarc-Gebieten, Asphalt- und Schlammvulkane, Rutschungen und Kaltwasserkorallenriffe. Es ist eine große Herausforderung für die Meeresforschung, mehr über die geologischen Prozesse in diesen unbekannten Regionen sowie über die Wechselwirkungen zwischen Geosphäre, Biosphäre und Hydrosphäre zu erfahren.

Zur Vita:

Prof. Dr. Gerold Wefer ist seit 1985 Professor für Allgemeine Geologie mit dem Schwerpunkt Meeresgeologie an der Universität Bremen. Er gründete und leitete bis 2012 das MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften. Nach dem Studium am Geologisch-Paläontologischen Institut der Universität Kiel arbeitete Gerold Wefer als wissenschaftlicher Angestellter an der Universität Kiel und am Scripps Institution of Oceanography in La Jolla, Kalifornien. G. Wefer publizierte ca. 300 Artikel in internationalen Zeitschriften und nahm an über 30 internationalen Forschungsreisen teil, an vielen als wissenschaftlicher Fahrtleiter. Zurzeit ist er Vorsitzender der DFG-Geokommission (Senatskommission für Zukunftsaufgaben der Geowissenschaften), Vorstandsvorsitzender des Hauses der Wissenschaft und Mitglied des MARUM-Vorstandes.

Die Veranstaltung ist öffentlich. Eintritt frei.


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