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Readspeaker Symbol Pressemitteilung 88/2010 vom 13.01.2010

65. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz

Gedenkveranstaltung und Ausstellung im Niedersächsischen Landtag

Landtagspräsident Hermann Dinkla lädt aus Anlass des 65. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 zu einer Gedenkveranstaltung am Dienstag, dem 26. Januar 2010, um 18.00 Uhr in den Plenarsaal des Niedersächsischen Landtages ein.

Die Landesbischöfin der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Dr. Margot Käßmann, wird im Rahmen der Gedenkveranstaltung einen Vortrag mit dem Titel „Von der Fähigkeit zu trauern“ halten. Salomon Finkelstein wird als Überlebender über seine Erlebnisse im Konzentrationslager Auschwitz berichten. Die Vorsitzende des Freundeskreises Yad Vashem e.V. in Deutschland, Hildegard Müller, wird ein Grußwort sprechen.

Die musikalische Umrahmung gestalten Anna Weissmann, Violine, und der Synagogenchor der Jüdischen Gemeinde Hannover unter der Leitung von Naum Nusbaum.

Begleitend wird die von der Gedenkstätte Yad Vashem Israel konzipierte Ausstellung „Der Soldat Tolkatchev an den Toren zur Hölle - Die Befreiung von Majdanek und Auschwitz: Zeugnis eines Künstlers“ in der Wandelhalle des Landtages gezeigt.

Die Ausstellung wird in Kooperation mit dem Freundeskreis Yad Vashem e.V. in Deutschland und mit Unterstützung der Israelfreunde Norddeutschland, Hannover, präsentiert. Sie zeigt Reproduktionen von Zeichnungen und Illustrationen des russischen Soldaten und Künstlers Zinovii Tolkatchev.

Unmittelbar nach der Befreiung der Konzentrationslager Majdanek und Auschwitz hielt der damals 41-jährige Kunstprofessor aus Kiew in emotionalen Momentaufnahmen fest, was er in den Lagern sah und Überlebende ihm berichteten.

„Ich tat, was ich tun musste”, beschrieb Tolkatchev das Motiv für seine künstlerische Arbeit. „Ich konnte mich nicht zurückhalten. Mein Herz befahl es, mein Gewissen verlangte es, der Hass auf den Faschismus regierte.“

Entstanden sind bedrückende Bilder, die mit einfachsten Mitteln erstellt wurden. Teilweise verwendete Tolkatchev für seine Bleistift-Zeichnungen auch das Briefpapier des Lagerkommandanten oder Vordrucke von Firmen, die seinerzeit von der Zwangsarbeit der Häftlinge profitierten. Trotz oder gerade wegen dieser Einfachheit rufen Tolkatchevs Werke starke Emotionen hervor.

Die Ausstellung ist am 18. Januar 2010 und vom 25. Januar bis 4. Februar 2010 (außer am Wochenende) von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.


Programmablauf
im Plenarsaal des Landtages:

John Williams (* 1932)
Thema aus „Schindlers Liste“
Anna Weissmann, Violine

Grußwort
Hermann Dinkla
Präsident des Niedersächsischen Landtages

Grußwort
Hildegard Müller
Vorsitzende des Freundeskreises Yad Vashem e.V. in Deutschland 

Vortrag
„Von der Fähigkeit zu trauern“

Dr. Margot Käßmann
Landesbischöfin der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland 

„Avinu Malkeinu“
Synagogenchor der Jüdischen Gemeinde Hannover 

Erinnerungen eines Überlebenden
Salomon Finkelstein 

Louis Lewandowski (1821 - 1894)
Enosh (Psalm 103)
Synagogenchor der Jüdischen Gemeinde Hannover
  

Schlusswort
Hermann Dinkla
Präsident des Niedersächsischen Landtages




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