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Ein Plenarsaal für alle

Baut man ein Haus, braucht es starke Nerven. Baut man einen Plenarsaal, braucht es ungleich mehr Geld, Geduld, Know-how und Fingerspitzengefühl. Weit über die Anforderungen der Versammlungs- und Arbeitsstättenverordnung hinaus ist dann jede Entscheidung das Ergebnis intensiver Abwägungen, ist jeder konstruktive Kompromiss die Verknüpfung mitunter gegensätzlicher Interessen.

Den Denkmal- und Urheberrechtschutz gewährleisten, zukunftsfeste Arbeitsbedingungen schaffen und zugleich den Kostenrahmen halten. Architektonisch das große Ganze steuern und beim Thema Inklusion den Blick für die besonderen Anforderungen weiten. Demokratie ästhetisch erlebbar machen, als offenes Haus Signale setzen und nicht zuletzt ein Höchstmaß an Sicherheit erzielen: Die Anforderungen waren komplex, die Bürgerbeteiligung war hoch. Vielfältigste Argumente wurden frühzeitig gehört und diskutiert. Die Baukommission strukturierte den prozessbegleitenden Interessenausgleich.

Plenarsaal im Mai 2017: letzte Arbeiten - Bild vergrößern Plenarsaal im Mai 2017: letzte Arbeiten (©Tom Figiel)
Plenarsaal im Mai 2017: Der Einbau der Tische schreitet voran - Bild vergrößern Plenarsaal im Mai 201 7: Einbau der Tische (©Tom Figiel)

Der so entstandene Plenarsaal fasst bis zu 160 Abgeordnete und 260 Besucherinnen und Besucher. Die Stirnseite ist mit Sichtbezug zur Stadt ausgerichtet. Parlamentarierinnen und Parlamentarier, Gäste sowie Pressevertreterinnen und Pressevertreter blicken durch die großen vertikalen Fensterflächen über den Platz der Göttinger Sieben.

Die im Halbrund angeordnete, leicht aufsteigende Bestuhlung lässt sich flexibel verschieben und zügig an neue Fraktionszuschnitte anpassen. Bis zu 193 Plenarsaaltische sind installierbar, ergonomisch ausgeführt und aus eimem schlag- und kratzfesten Verbundstoff gefertigt. Daneben optimiert modernste Technik die Arbeitsbedingungen. Ob Belüftung, Beleuchtung, Strom- oder Netzwerkkabel, Blendschutz im Fensterbereich oder Akustikelemente mit Schallabsorption: Vieles ist unsichtbar in Decke, Boden und Plenarsaaltische integriert.

Oktober 2016 - Plenarsaaldecke - Bild vergrößern Die neue Decke im Plenarsaal entsteht - hier: Oktober 2016 (©Tom Figiel)
Die neue Decke im Plenarsaal entsteht - hier: Ende August 2016 - Bild vergrößern Die neue Decke im Plenarsaal entsteht - hier: Ende August 2016 (©Tom Figiel)

Der Anspruch: Ästhetik und Funktionalität vereinen und die Menschen in den Mittelpunkt stellen. Eine angemehme Arbeitsatmosphäre entsteht dabei durch viel Licht, helle Farben und warme Holztöne. Dazu kommt die elegante Raumstruktur. Seitlich erheben sich als Referenz an den Oesterlen-Plenarsaal Riegel aus Nussbaumholz. Hier sind unterschiedlichste Funktionselemente ausgeschnitten, so zum Beispiel Sprecherkabinen für TV- und Radioübertragungen und Sitzlogen. Darüber schließen sich zwei konfortable Besuchertribünen an.

Zusätzlich ist im Plenarsaal rückwärtig eine separate Pressetribüne platziert. Ihre Ausführung gewährt Vertreterinnen und Vertretern der Presse freie Sicht vom ersten Oberschoss des Foyers auf das Sitzungsgeschehen. Eben wirklich ein Plenarsaal für alle. Gut durchdacht, gut einsehbar, gut zugänglich.

Plenarsaalgebäude nach Umbau - Plenarsaal, Sprecherkabinen - Bild vergrößern Plenarsaalgebäude nach Umbau - Plenarsaal, Sprecherkabinen. (©Focke Strangmann)
Plenarsaalgebäude nach Umbau - Plenarsaal, Pressetribüne - Bild vergrößern Plenarsaalgebäude nach Umbau - Plenarsaal, Pressetribüne. (©Focke Strangmann)

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Bildband "Ein Plenarsaal für alle"

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