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Readspeaker Symbol Schirmfrau Dr. Gabriele Andretta besucht RAW Phototriennale Worpswede

Sich wandelnde Realitäten – das Thema „Changing Realities“ der RAW Phototriennale Worpswede 2020 – könnte kaum passender gewählt sein. Als die Fotografen Jürgen Strasser und Rüdiger Lubricht das Festival planten, ahnten sie nichts von der Corona-Pandemie. Kurz vor der Eröffnung im März begann der Corona-Shutdown: Die Eröffnung fand daher per Video im Internet statt und Einblicke in die Ausstellungen gab es zunächst nur digital. Mittlerweile haben die Museen in Worpswede wieder geöffnet. Mit Mundschutz und Sicherheitsabstand sind die Werkreihen anerkannter Fotografinnen und Fotografen sowie von Nachwuchstalenten nun zu entdecken. Auch Landtagspräsidentin Dr. Gabriele Andretta, Schirmfrau der Phototriennale, reiste in das Künstlerdorf, um die Ausstellungen zu besuchen.

Jürgen Strasser (Mitte) erklärt Dr. Gabriele Andretta (l.) die Hintergründe der Sammlung Gabriele Koenig zur Fotografie in der DDR, die in der Worpsweder Kunsthalle zu sehen ist. Neben ihm stehen Sonja Toeppe, Geschäfsführerin der Worpsweder Kunststiftung - Bild vergrößern Jürgen Strasser (Mitte) erklärt Dr. Gabriele Andretta (l.) die Hintergründe der Sammlung Gabriele Koenig zur Fotografie in der DDR, die in der Worpsweder Kunsthalle zu sehen ist. Neben ihm stehen Sonja Toeppe, Geschäfsführerin der Worpsweder Kunststiftung F. Netzel und Rüdiger Lubricht (r.). (©Dr. Stefanie Waske)
Jürgen Strasser (Mitte) erklärt Dr. Gabriele Andretta (l.) die Hintergründe der Sammlung Gabriele Koenig zur Fotografie in der DDR, die in der Worpsweder Kunsthalle zu sehen ist. Neben ihm stehen Sonja Toeppe, Geschäfsführerin der Worpsweder Kunststiftung - Bild vergrößern Jürgen Strasser (Mitte) erklärt Dr. Gabriele Andretta (l.) die Hintergründe der Sammlung Gabriele Koenig zur Fotografie in der DDR, die in der Worpsweder Kunsthalle zu sehen ist. Neben ihm stehen Sonja Toeppe, Geschäfsführerin der Worpsweder Kunststiftung

Die Leiter der TriennaleJürgen Strasser und Rüdiger Lubricht führten sie mit dem Landrat des Landkreises Osterholz Bernd Lütjen und dem Bürgermeister der Gemeinde Worpswede Stefan Schwenke durch die Häuser. Jeder Ausstellungsort beleuchtet einen anderen Aspekt des Wandels:Die Fotografien zur Zeitenwende in der Worpsweder Kunsthalle halten den Wandel in der DDR und inOstdeutschland fest. Industrielle Landwirtschaft, schwindender Artenreichtum thematisiert die Ausstellung Landschaft in der Großen Kunstschau. Im Haus im Schluh rückt der Mensch in den Fokus, seine Identität und Familie. Daran knüpft die Schau im Barkenhoff an – hier geht es um Heimat mal in Russland, mal in Siebenbürgen, mal im Hochsauerland.

Landrat Bernd Lütjen (v.l.), Jürgen Strasser, Landtagspräsidentin Dr. Gabriele Andretta, Rüdiger Lubricht und Bürgermeister Stefan Schwenke in der Großen Kunstschau. (©Dr. Stefanie Waske) - Bild vergrößern Landrat Bernd Lütjen (v.l.), Jürgen Strasser, Landtagspräsidentin Dr. Gabriele Andretta, Rüdiger Lubricht und Bürgermeister Stefan Schwenke in der Großen Kunstschau. (©Dr. Stefanie Waske)
Rüdiger Lubricht erklärt Dr. Gabriele Andretta und Landrat Bernd Lütjen die Bilderfassungstechnologie, die Claudius Schulze für seine Serie zur Artenvielfalt eingesetzt hat. (©Dr. Stefanie Waske) - Bild vergrößern Rüdiger Lubricht erklärt Dr. Gabriele Andretta und Landrat Bernd Lütjen die Bilderfassungstechnologie, die Claudius Schulze für seine Serie zur Artenvielfalt eingesetzt hat. (©Dr. Stefanie Waske)

Landtagpräsidentin Dr. Andretta war tief beeindruckt von der künstlerischen Qualität und Aussagekraft der einzelnen Ausstellungen: „Den Fotografinnen und Fotografen gelingt es, uns einen anderen Blick auf Realität zu geben. Sie regen uns zum Nachdenken an, zum genauen Hinschauen. Hier in Worpswede berühren die Aufnahmen noch mehr als digital im Internet.“ Sie gratulierte Jürgen Strasser und Rüdiger Lubricht, dass sie trotz der Corona-Krise einen Weg gefunden haben, die Ausstellungen zu verwirklichen. „Der RAW Phototriennale ist es gelungen eine Brücke vom Künstlerdorf mit Vergangenheit hin zur Kunst der Gegenwart zu schlagen.“ Das halte sie für einen wichtigen Beitrag, um neue Gäste für Worpswede zu gewinnen und den Ort für Kunst in Niedersachsen weiter zu profilieren. Zudem stellte Dr. Gabriele Andretta fest: „Es ist den Organisatoren außerdem gelungen, neue Wege zu schaffen, Kunst digital zu vermitteln – eine wichtige Pionierleistung.“

Strasser und Lubricht betonten, gerade ihr digitales Angebot habe außergewöhnlich große Resonanz seit der Eröffnung erfahren – speziell in den sozialen Medien. Es ist die dritte RAW Phototriennale, die ihr Projektbüro organisiert. Kooperationspartner sind 2020 die Gemeinde Worpswede, der Worpsweder Museumsverbund, die Arbeitnehmerkammer Bremen sowie die Deutsche Gesellschaft für Photographie. Die Ausstellungen sind bereits bis zum 1. November verlängert worden. Einige der im Rahmen der Phototriennale geplanten Veranstaltungen werden im Herbst nachgeholt.

Zum Abschluss des Besuchs der Landtagspräsidentin kamen Matthias Jäger, Geschäftsführer des Worpsweder Museumsverbunds und Klaudia Krohn, Kulturbeauftragte der Gemeinde Worpswede dazu. Gemeinsam sprachen sie über Zukunftsprojekte. Ihr Fazit: Die RAW Phototriennale habe sich erfolgreich etabliert und müsse fortgesetzt werden.

Mehr unter https://www.raw-photofestival.de/


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