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Readspeaker Symbol Pressemitteilung 9/2018 vom 26.01.2018

Landtagspräsidentin ruft zur Wachsamkeit gegen Antisemitismus auf

Zum 27. Januar erklärt die Präsidentin des Niedersächsischen Landtages, Dr. Gabriele Andretta:

„Das Gedenken an die Opfer deutscher Verbrechen im Nationalsozialismus zu pflegen und weiter zu entwickeln, ist eine wichtige Aufgabe unserer Parlamente. Der 27. Januar fordert uns ebenfalls auf, über den gegenwärtigen Antisemitismus in Deutschland nachzudenken. Über 70 Jahre nach der Schoah erheben Antisemitismus und Antijudaismus noch immer ihr Haupt. Das zeigen die antisemitischen Vorfälle nicht nur auf Demonstrationen vor wenigen Wochen in Berlin, sondern auch in Niedersachsen.

Jüdische Menschen in unserem Land sind in Sorge angesichts des alltäglichen Antisemitismus, der sich Gehör verschafft – auf unseren Straßen, Schulhöfen und in verstörenden Hasskommentaren im Internet. Antisemitismus und Antizionismus zeigen vielfältige Erscheinungsformen, sie finden sich in allen politischen Lagern, am häufigsten sind sie Kern rechtsextremer Positionen. Wir sind aufgefordert, allen Erscheinungsformen des Antisemitismus entschlossen entgegenzutreten – durch eine entschiedene Haltung, durch Aufklärungsarbeit, politische Bildung und Begegnungen.

Ich wünsche mir, dass viele Bürgerinnen und Bürger den 27. Januar nutzen: Zahlreiche Organisationen und KZ-Gedenkstätten bieten Ausstellungen, Diskussionsveranstaltungen und Sonderführungen an. Die bewährte und enge Zusammenarbeit zwischen der Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten und dem Niedersächsischen Landtag möchte ich fortsetzen. Besonders bei der jüngeren Generation gilt es ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass wir in Deutschland eine besondere Verantwortung haben für jüdisches Leben in unserem Land.“

Seit 1996 gibt es den deutschen „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ und seit 2005 der „Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust“. Sie erinnern an die Befreiung der Überlebenden aus dem Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau durch sowjetische Truppen am 27. Januar 1945. Der Name dieses Lagers steht stellvertretend für das Ausmaß des Schreckens des Holocausts.


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