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Readspeaker Symbol Erste Kinderkonferenz: Eine gelungene Premiere

5. Juni 2019: Mehr als 120 Schülerinnen und Schüler, 55 Grundschulen und eine große Konferenz: Die erste landesweite Kinderkonferenz fand im Forum des Niedersächsischen Landtages statt. Auf Einladung von Landtagspräsidentin Dr. Gabriele Andretta fanden die jungen Vertreterinnen und Vertretern von Grundschulen aus ganz Niedersachsen im Landtag zusammen, um gemeinschaftlich Themen zu diskutieren, die sie unmittelbar betreffen. Hauptorganisator ist Schulsozialarbeiter Bekir Bulut, der sich vielseitig im Bereich der frühen Demokratiebildung einbringt und in verschiedenen Netzwerken für Kinderkonferenzen verankert ist.

In vier Themenausschüssen debattierten die jungen Demokratinnen und Demokratie die Bereiche Freiheit, Umweltschutz, Kinderrechte und Toleranz. In zwei Aktionsgruppen wurden darüber hinaus konkrete Vorhaben entwickelt, die die Themen an den jeweiligen Schulen vertiefen sollen. Landtagspräsidentin Dr. Andretta zeigte sich beeindruckt von der Disziplin, dem Wissen und dem Ehrgeiz der kleinen Konferenzteilnehmenden, sich demokratischen Entscheidungswegen zu verschreiben und mit viel Respekt der anderen Meinung gegenüber zu debattieren. Den über 60 begleitenden Lehrkräften und vielen Helfenden sprach die Parlamentspräsidentin ihre tiefe Dankbarkeit aus und unterstrich: „Demokratie lernt man am besten, wenn man sie aktiv betreibt – und das so früh wie möglich.“ Das Format der Kinderkonferenz biete dafür eine optimale Plattform. Auch Kultusminister Grant Hendrik Tonne lobte den unschätzbaren Wert einer frühen Demokratiebildung.

Die Ausarbeitungen der vier Fachausschüsse wurden schließlich im Plenum vorgestellt und von allen Schülerinnen und Schüler verabschiedet und als Forderungen (s.u.) an den Landtag gerichtet. Die Forderungen der Grundschülerinnen und -schüler werden von Landtagspräsidentin Dr. Andretta an alle Abgeordneten des Niedersächsischen Landtages weitergeleitet. Im Rahmen einer möglichen weiteren landesweiten Kinderkonferenz soll dann bewertet werden, wie und ob die geforderten Änderungen umgesetzt wurden. „Wenn eine Premiere so gelungen ist, wäre es schade, nicht weiter zu machen“, blickte die Präsidentin des Landtages in die Zukunft.

Folgende Forderungen wurden, untergliedert nach Themenbereichen, an den Landtag gerichtet:

Umwelt

Im Wortlaut: „Weniger Plastik verwenden und verschwenden und dafür mehr Mehrwegverpackungen.“

„Weniger Bäume abholzen und weniger Häuser, Flughäfen und so weiter bauen. Und wenn man etwas zerstört, wie zum Beispiel Bäume, dann auch wieder nachpflanzen.“

Freiheit

Schülerparlamente sollen an möglichst vielen Schulen eingerichtet werden.

Das Schulessen soll sich verbessern.

Toleranz

Ein Projekt mit Plakaten zu Rassismus soll ins Leben gerufen werden.

Für jede Schule sollen mehrere Rassismus-SchlichterInnen ausgebildet werden.

Kinderrechte

Im Wortlaut: „Die besondere Bedeutung von Kinderrechten soll im Grundsetz verankert werden.“ Dazu zählen, so die Schülerinnen und Schüler: Schutz im Krieg und auf der Flucht, keine Gewalt, besondere Fürsorge für Menschen mit Behinderung, freie Meinungsäußerung.


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