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Readspeaker Symbol Pressemitteilung 287/2016 vom 27.04.2016

Friedenserziehung in Niedersachsen wird gestärkt

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Landesverband Niedersachsen, stellt ein Verzeichnis aller 1.417 Kriegsgräberstätten in Niedersachsen ins Internet.

In Niedersachsen sind mehr als 258.000 Kriegstote auf Kriegsgräberstätten bestattet. Alle Gräber müssen nach internationalem Recht auf Dauer erhalten bleiben.

Landtagspräsident Bernd Busemann, Schirmherr des Volksbundes in Niedersachsen, und der Vorsitzende des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Landesverband Niedersachsen, Prof. Rolf Wernstedt, werden am Mittwoch, 4. Mai 2016, gegen 11.00 Uhr (im Anschluss an die turnusmäßige Landespressekonferenz), im Raum der Landespressekonferenz, das vollständige Verzeichnis aller 1.417 niedersächsischen Kriegsgräberstätten präsentieren.

Zudem wird der Volksbund seine neue Ausstellung „geflohen, vertrieben – angekommen?! – Aspekte der Gewaltmigration im 20. und 21 Jahrhundert“ zusammen mit der gleichnamigen pädagogischen Handreichung vorstellen.

Niedersachsen ist damit das erste Bundesland, das über eine moderne Infrastruktur der Informationen über seine gesamten Kriegsgräber verfügt.

Das Verzeichnis ist mit einer Kurzbeschreibung im Internet unter http://www.volksbund.de/niedersachsen/kriegsgraeberstaetten-in-niedersachsen.html abrufbar.

Der Volksbund erweitert und vervollständigt damit seine Anstrengungen, alle Kriegsgräberstätten in Niedersachsen für die Friedensarbeit der Schulen, die Jugendbildungsarbeit und die Erwachsenenbildung nutzbar zu machen.

Neben der im Bundesvergleich herausragenden Arbeit der Gedenkstätten in Niedersachsen gerät häufig die Tatsache aus dem Fokus der Aufmerksamkeit, dass es in Niedersachsen hunderttausende Kriegsgräber gibt, in denen Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter/-innen, Soldaten (deutsche, britische, polnische, kanadische u.a.), Bombenopfer, Vertreibungstote, Kinder von Zwangsarbeiterinnen, Euthanasieopfer u.a. liegen.

„Es ist unsere Vorstellung“, so Bernd Busemann und Prof. Rolf Wernstedt, „dass alle entsprechenden Schulen und viele andere gesellschaftliche Gruppen sich in Projekten, Patenschaften oder Unterrichtseinheiten mit ihren regionalen Kriegsgräbern befassen. Damit würde der notwendigen theoretischen Arbeit ein wertvoller gegenständlicher und heimatgeschichtlicher Bezug zu dem schwierigen Thema der Erinnerungskultur hinzugefügt.“


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