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Readspeaker Symbol Pressemitteilung 224/2015 vom 01.07.2015

Tafel zum Gedenken an die im Georg-von-Cölln-Haus beschäftigten Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter

Landtagspräsident Busemann stellt am Mittwoch, dem 8. Juli 2015, um 10.00 Uhr eine Tafel zum Gedenken an die im Georg-von-Cölln-Haus während der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigten Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter am Eingang des Interims-Plenarsaales vor (Am Markte 8/Forum gegenüber der Marktkirche). Die Tafel ist der interessierten Öffentlichkeit dort unter den Arkaden links neben dem Eingang zugänglich.

Im Rahmen einer Forschungsarbeit zur Beschäftigung von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern in der Region Hannover hatte ein freier Mitarbeiter der Mahn- und Gedenkstätte Ahlem herausgefunden, dass im Georg-von-Cölln-Haus während des Dritten Reiches Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter untergebracht bzw. beschäftigt worden sind. Die in diesem Gebäude seinerzeit betriebene Eisenwarenhandlung war ein Unternehmen der Friedrich Krupp AG.

Das Grundstück des ehemaligen Georg-von-Cölln-Hauses mit der denkmalgeschützten Außenfassade sowie der denkmalgeschützten Halle gehört seit den 70er Jahren zur Liegenschaft des Niedersächsischen Landtages. Dieser Bereich wird seit September des letzten Jahres vom niedersächsischen Landesparlament als Interims-Plenarsaal genutzt.

Nachdem die von Landtagspräsident Busemann beauftragte Dokumentation zur Beschäftigung von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern im Georg-von-Cölln-Haus im Herbst 2014 vorgelegt worden ist, hat der Ältestenrat des Niedersächsischen Landtages entschieden, mit einer Texttafel an die Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter zu erinnern.

Landtagspräsident Busemann: „Mir ist es ein wichtiges Anliegen, dass wir das Schicksal dieser Menschen, die im Georg-von-Cölln-Haus, der momentanen Tagungsstätte des Niedersächsischen Landtages, als Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter oder auch als Kriegsgefangene untergebracht oder beschäftigt waren, nicht vergessen. Ihnen gebührt unser ehrendes Andenken.“

Text der Tafel:

ZUM GEDENKEN

an die im Georg-von-Cölln-Haus

beschäftigten Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter

Der Interims-Plenarsaal des Niedersächsischen Landtages befindet sich bis voraussichtlich 2017 im ehemaligen Georg-von-Cölln-Haus, das 1913 – fünf Jahre nach dem Tod des angesehenen Unternehmers und Namensgebers Georg von Cölln (1837 – 1908) – fertiggestellt wurde. Die Halle diente einer Eisenwarenhandlung, die 1912 in eine GmbH umgewandelt wurde, an der sich die Firma Friedrich Krupp AG zunächst beteiligte und sie 1926 vollständig übernahm.

Im Zweiten Weltkrieg fiel auch auf diesen Betrieb der Schatten der Zwangsarbeit. Im Georg-von-Cölln-Haus, Am Markte 8 – 10, und in dazugehörigen Betrieben waren nach bisherigem Stand der Forschung 83 namentlich nachweisbare Personen mit mindestens zehn Nationalitäten als Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter untergebracht oder beschäftigt, darunter auch Kriegsgefangene.

Diesen Menschen gebührt das ehrende Andenken

des Niedersächsischen Landtages.

(Zur weiterführenden Information sei auf die Dokumentation „Zwangsarbeit der Firma Georg von Cölln, Hannover, Am Markte 8 – 10“, von Christian-Alexander Wäldner, Hannover 2014, verwiesen. Sie kann beim Pförtner, Am Markte 8, oder in der Bibliothek des Niedersächsischen Landtages eingesehen werden.)


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