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Readspeaker Symbol Pressemitteilung 212/2015 vom 23.04.2015

Landtagspräsident mahnt in Esterwegen zu umfassender Erinnerungskultur

Bernd Busemann: „Auch unsere Enkel und Urenkel werden Antworten brauchen“

Auf die Widerstandskämpfer aus den von Deutschland besetzten Nationen als in den Emslandlagern besonders zahlreiche Opfergruppe des nationalsozialistischen Unrechtsregimes hat der Präsident des Niedersächsischen Landtages Bernd Busemann in seinem Grußwort zum 70. Jahrestag des Kriegsendes 1945 am Freitag (24.04.2015) in der Gedenkstätte Esterwegen hingewiesen. „Sie nehmen vielleicht in der bundesdeutschen Gedenkkultur nicht ganz den Platz ein, der ihnen gebührt. Hier sehe ich eine große und wichtige Aufgabe der Gedenkstätte Esterwegen“, sagte Busemann.

Die Erinnerung an die deutsche Besatzung sei bei den unmittelbaren Nachbarn noch immer sehr präsent. „Die Menschen, die in Tschechien, Polen, den Niederlanden, Belgien, Frankreich oder Dänemark gegen das NS-Unrecht aufbegehrt haben und dafür Leib und Leben riskierten, sind ebenso Helden des Widerstandes wie die wenigen Männer und Frauen, die Ähnliches in Deutschland selbst wagten“, hob der Landtagspräsident hervor. Deutschland dürfe seinen europäischen Nachbarn unendlich dankbar sein, die es sehr schnell wieder in ihre Mitte aufgenommen hätten. „Gerade hier an der Ems sind die Beziehungen zu den Niederlanden ausgezeichnet und ein wesentlicher Bestandteil unserer regionalen Identität“, machte Busemann deutlich.

Die Wiederaufnahme in den Kreis der geachteten Nationen bedeute aber auch eine Pflicht zum dauerhaften Gedenken und Erinnern an das, was Deutsche anderen Völkern in Europa angetan haben. Der Aufbau einer umfassenden Erinnerungskultur an die Emslandlager seit den 80er Jahren mit der Einrichtung der Gedenkstätte Esterwegen sei beachtlich. „Damit ist die Pflicht aber nicht erfüllt und erledigt. Unsere Enkel und Urenkel werden ihre Fragen nicht mehr an die Betroffenen selbst richten können. Aber auch sie werden Antworten brauchen, auch sie werden das Gedenken an die Opfer des Totalitarismus angemessen pflegen müssen, wenn sich Vergleichbares nie mehr wiederholen soll“, mahnte Busemann.


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