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Readspeaker Symbol Pressemitteilung 66/2013 vom 19.09.2013

Landtagspräsident Busemann stellt Entwurfsplanung und Kostenberechnung für den Umbau des Plenarsaalbereichs vor

Landtagspräsident Bernd Busemann hat am Mittwoch, 18.9.2013, zur vierten Sitzung der Baukommission eingeladen.

In dieser Sitzung hat das Architektenbüro Blocher Blocher Partners den aktuellen Stand der Entwurfsplanung für den neuen Plenarsaalbereich vorgestellt. Ferner hat das für die Projektsteuerung und Kostenkontrolle beauftragte Büro Arcadis die Kostenberechnung für dieses Bauvorhaben erläutert.

Blocher Blocher Partners haben in ihrer Entwurfsplanung die im Juni vorgestellte Variante „Plenarsaal mit Stadtbezug“ weiterentwickelt und insbesondere auch die erforderliche Kostenberechnung vorgenommen.

Nach einer ersten Kostenschätzung, die die Fachplaner am 25.6.2013 in der Baukommission und Landtagspräsident Bernd Busemann am 26.6.2013 in der Landespressekonferenz vorgestellt haben, wurden die Kosten von den Fachleuten noch mit ca. 48 Mio. Euro (brutto) beziffert. Darin enthalten waren die Kosten für die Sanierung des Plenarsaals, der Portikushalle sowie die Kosten für eine Parkgarage. Es ist seinerzeit jedoch bereits betont worden, dass diese Kostenschätzung noch mit einem Unsicherheitsfaktor von 25 % belastet war.

Im weiteren Verlauf der Planung sollte deshalb eine aussagekräftigere Kostenberechnung durchgeführt werden, die auch die Risiken des Umbaus im denkmalgeschützten Bestand bewertet. Nach dieser heute vorgelegten Kostenberechnung beläuft sich die Summe nunmehr auf 52,8 Mio. Euro für den Plenarsaal nebst Portikushalle zuzüglich 4,5 Mio. Euro für eine Parkgarage. Darin noch nicht enthalten sind die ebenfalls bezifferten Risiken, die nicht eintreten müssen, aber eintreten können, sowie die zu erwartenden und im Zweifel unvermeidlichen Baupreissteigerungen.

Die Fachplaner haben allein einen Mehrbedarf von etwa 5 Mio. Euro ermittelt, der auf erhöhte Anforderungen an den baulichen Brandschutz, auf die schlechte Bausubstanz sowie auf die Forderungen des Denkmalschutzes und der Urheberrechtsinhaber an den Erhalt der Fassaden zurückzuführen sind. Für den Fassadenerhalt sind während der Bauzeit sehr kostenaufwendige technische Sicherungsmaßnahmen durchzuführen.

Ferner steigen im Rahmen der Präzisierung der einzelnen Kostenpositionen die Volumina um etwa 10 % gegenüber den ursprünglichen Ansätzen aus der im Juni vorgestellten Kostenschätzung.

Landtagspräsident Busemann: „Die dargestellte Kostenentwicklung lässt mich doch nachdenklich werden. Über das vorgelegte Ergebnis kann niemand glücklich sein, selbst wenn ich im Juni bereits die Einschätzung abgegeben habe, dass am Ende nach allgemeiner Erfahrung eine Größenordnung von 52 Mio. Euro herauskommen werde.“

Aus Sicht von Landtagspräsident Busemann wird nunmehr politisch entschieden werden müssen, wie mit dieser Kostenentwicklung umgegangen werden soll. Insbesondere sei zu erwägen, unter den gegebenen Umständen auf den Bau einer Parkgarage mit einem Kostenvolumen von 4,5 Mio Euro zu verzichten. Er hat zudem die Erwartung geäußert, dass in dem jetzt genannten Kostenvolumen Einsparpotenziale untersucht und umgesetzt werden..

Im Rahmen der Baukommissionssitzung sind ferner auch die Kostenberechnungen für den Abschluss der Sanierung im historischen Bestand des Leineschlosses – dem sogenannten Kopfbau - vorgelegt worden. Sie werden voraussichtlich 5 Mio. Euro betragen. Landtagspräsident Busemann wies zur Vermeidung von Missverständnissen darauf hin, dass die Sanierungskosten des Landtagsgebäudes im übrigen unabhängig von der Umgestaltung des Plenarsaals entstehen und aus diesem Grunde bereits in der Vergangenheit regelmäßig gesondert ausgewiesen und betrachtet worden sind.

Landtagspräsident Busemann: „Die heutige Sitzung der Baukommission hat gezeigt, wie komplex und detailreich die Bauplanungen und Kostenermittlungen für die Neuherrichtung des Plenarsaalbereichs des Niedersächsischen Landtages sind. Nach den nunmehr bereits seit mehr als 10 Jahren andauernden unterschiedlichen Planungen für dieses Projekt müssen diese jetzt termingerecht fortgeführt werden, damit bis zum Frühjahr 2017 endlich zeitgemäße und angemessene Arbeitsbedingungen für die Abgeordneten und auch die Medienvertreter geschaffen werden können. Dabei lege ich großen Wert darauf, dass der Kostenrahmen nicht nur eingehalten wird, sondern dass das Staatliche Baumanagement alle Einsparpotenziale konsequent ausschöpft, um nach Möglichkeit noch eine deutliche Reduzierung der Baukosten zu erreichen. Gleichzeitig spreche ich mich dafür aus, Abstriche in unserer Planung vorzunehmen und den Bau einer Parkgarage nicht weiter zu verfolgen.“


Alle Informationen zum Plenarsaalumbau:
http://www.landtag-niedersachsen.de/plenarsaalumbau/


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