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Readspeaker Symbol Pressemitteilung 40/2013 vom 14.06.2013

Sitzung des Kuratoriums der Landesstiftung „Kinder von Tschernobyl“ im Niedersächsischen Landtag

Auf besondere Einladung von Landtagspräsident Bernd Busemann fand am Donnerstag, 13. Juni 2013, zum ersten Mal im Büro des Landtagspräsidenten die Kuratoriumssitzung der Landesstiftung „Kinder von Tschernobyl“ statt.

Landtagspräsident Busemann unterstützt die Arbeit der Landesstiftung als Mitglied des Kuratoriums mit großer Freude und Engagement. Landtagspräsident Busemann: „Junge Erwachsene und deren Kinder sind noch heute Opfer eines Unglücks, das sich vor ihrer Geburt ereignet hat. Viele Langzeitfolgen werden erst jetzt nach und nach sichtbar und sind in mancher Hinsicht noch gar nicht abzuschätzen. Die Folgen dieser Katastrophe werden leider noch viele Jahrzehnte andauern. Und deshalb wird unsere Hilfe auch noch sehr lange gebraucht.“

Während der Kuratoriumssitzung im Landtag wurden auch die Aktivitäten der Landesstiftung und die letzte Reise der Stiftung vom 2. bis 7. Juni 2013 in die von der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl schwer betroffene Region in und um Kiew erörtert. Unter anderem wurden Krankenhäuser in Kiew und Umgebung besucht.

„Die medizinische Versorgung der Bevölkerung in der Ukraine braucht dringend weitere Unterstützung. Der bauliche Zustand und die technische Ausstattung der Krankenhäuser lassen zum großen Teil sehr zu wünschen übrig“, sagte Dr. med. Gisbert Voigt, Vorsitzender des Kuratoriums der Landesstiftung „Kinder von Tschernobyl“ und Vizepräsident der Ärztekammer Niedersachsen.

„Die Krankheitslast in Folge der radioaktiven Belastungen ist auch 27 Jahre nach der Reaktorkatastrophe nach wie vor sehr hoch. In Regionen mit rund 50.000 Einwohnern - davon ein Drittel Kinder und Jugendliche - erkranken jährlich zwei bis vier Kinder neu an bösartigen Krankheiten wie Hirntumoren und Leukämien. Sorgen bereitet uns darüber hinaus eine erhebliche Zunahme der Autoimmunerkrankungen von Schilddrüse und anderen endokrinen Organen“, so erläuterte Dr. Voigt die Reise.

Eine besondere Rolle kommt der Ultraschalldiagnostik zur Erkennung von Schilddrüsenkrebs zu, der als Folge der radioaktiven Belastung seit Ende der Achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts verstärkt auftritt. Die Stiftung „Kinder von Tschernobyl“ des Landes Niedersachsen hat deshalb in den letzten 20 Jahren bereits mehr als 150 Ultraschallgeräte in Krankenhäusern der Ukraine zur Verfügung gestellt. „Ein Problem ist allerdings, dass bislang noch zu wenig Ärzte die Ultraschalldiagnostik beherrschen, so dass diese Geräte nicht überall optimal ausgelastet werden“, sagte der Kinder- und Jugendarzt Dr. Voigt. Deshalb führt die Landesstiftung regelmäßig ärztliche Fortbildungen vor Ort durch.


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