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Readspeaker Symbol Pressemitteilung 208/2012 vom 24.10.2012

Festveranstaltung anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Niedersächsischen Landesstiftung "Kinder von Tschernobyl" und Ausstellungseröffnung im Landtag

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Landesstiftung "Kinder von Tschernobyl" findet am Montag, dem 5. November 2012, um 16.00 Uhr im Plenarsaal des Niedersächsischen Landtages eine Festveranstaltung statt.

Zu Beginn der Veranstaltung wird Landtagspräsident Hermann Dinkla die Gäste begrüßen und die Ausstellung "Rüdiger Lubricht Lebenslang Fotografien" eröffnen. Daran anschließend werden der Botschafter der Republik Belarus, S.E. Andrei Giro, und der Botschafter der Ukraine, S.E. Pavlo Klimkin, sowie Oberlandeskirchenrat Rainer Kiefer, Landeskirchenamt der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers, Grußworte sprechen.

Juri Vazkel wird von seinen Erfahrungen als Liquidator von den Aufräumarbeiten am zerstörten Reaktor von Tschernobyl berichten. Der Titel seines Berichtes lautet: "Wir haben beschlossen, mit wenig Blutvergießen auszukommen!"

Im Anschluss daran wird die Arbeit der Landesstiftung durch die Vorsitzende des Kuratoriums, Dr. Martina Wenker, vorgestellt. Anschließend wird Ministerin Aygül Özkan die Besonderheiten der Ausstellung des Fotografen Rüdiger Lubricht näher erläutern.
Das musikalische Rahmenprogramm wird gestaltet von Studentinnen und Studenten der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, unter der Leitung von Professor Leonid Gorokhov.

Die Arbeit der Landesstiftung "Kinder von Tschernobyl", die im Oktober 1992 gegründet wurde, konzentriert sich schwerpunktmäßig auf die Verbesserung der Früherkennung und Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen bei strahlengeschädigten Kindern aus Belarus, der Ukraine und den angrenzenden Gebieten Russlands. Seit ihrem Bestehen hat die Stiftung über 300 Ultraschallgeräte im Wert von mehr als 10 Mio. € zur Verbesserung der Diagnostik an ausgewählte, bedürftige Krankenhäuser geliefert und mehr als 2.700 Mediziner/-innen an diesen Geräten fortgebildet. Daneben werden unterschiedliche medizinische Einzelprojekte im Rahmen der Hilfe zur Selbsthilfe gefördert.

Die sehr eindrucksvolle Ausstellung "Rüdiger Lubricht Lebenslang Fotografien" zeigt Fotos von Rüdiger Lubricht, der sich seit 2003 mit dem Thema der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl beschäftigt.

Viele der ausgestellten Bilder sind in einem Waisenhaus im Gebiet Minsk entstanden. Das Waisenhaus besteht seit 40 Jahren und befindet sich in einem der belasteten Gebiete Weißrusslands. Erst 1990 wurden die Einwohner darüber informiert. Seit dem Jahr 2000 soll das Gebiet wieder "sauber" sein.

Zum Zeitpunkt der Foto-Aufnahmen wurden in dem Waisenhaus 76 geistig und körperlich behinderte Kinder von 85 Personen betreut.

Die Erzieher/-innen, Lehrer/-innen und Krankenschwestern sowie die Ärzte/Ärtinnen sorgen sehr aufopferungsvoll für die behinderten Kinder.

"Ich hatte den Eindruck, dass sich die Kinder in den Räumen sehr wohl und aufgehoben fühlen. Sie haben dort auch die Möglichkeit, ihren Fähigkeiten nachzugehen und auszubauen.
Die Art, wie die Kinder mich in dem Heim aufnahmen, war sehr anrührend. Es war bei allem, was ich über ihre Krankheit und ihr Schicksal erfuhr, eine Erfahrung, die ich in positiver Erinnerung behalten werde", sagte Rüdiger Lubricht, als er sich an seine Arbeit vor Ort erinnerte.

Juri Vatzkel wird am 6. November 2012 von 14.00 bis 17.00 Uhr gern interessierten Besucherinnen und Besuchern der Ausstellung von seinen Erfahrungen als Liquidator kurz nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl berichten und steht für Gespräche in der Wandelhalle des Landtages zur Verfügung.

Die Ausstellung, die in der Wandelhalle des Landtages gezeigt wird, ist am 6. November 2012 und vom 12. bis 22. November 2012 (montags bis freitags) jeweils von 10.00 bis 17.00 Uhr der Öffentlichkeit zugänglich.


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