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Readspeaker Symbol Pressemitteilung 93/2010 vom 15.02.2010

Die Jury für die Neukonzeption des Plenarsaalgebäudes hat ihre Arbeit erfolgreich beendet

Vorstellung der Siegerpreise aus dem Realisierungswettbewerb Neukonzeption des Plenarbereichs

Landtagspräsident Hermann Dinkla hat heute gemeinsam mit Professor Carl Fingerhuth  (Zürich), dem Vorsitzenden der vom Niedersächsischen Landtag eingesetzten Jury für den Realisierungswettbewerb ‚Neukonzeption des Plenarbereichs’, die von diesem Gremium  vergebenen Preise vorgestellt. Preisträger sind die Architekten: 

1. Professor Eun Young Yi, Köln
2. Walter Gebhardt, Hamburg
3. Martin A. Müller, Hannover 

Außerdem wurden für zwei Arbeiten Anerkennungen ausgesprochen. 

Professor Carl Fingerhuth stellte das Wettbewerbsergebnis vor: 

Der Wettbewerb war notwendig geworden, weil der bestehende Plenarbereich des Landtages, insbesondere der Plenarsaal selbst, nicht mehr den funktionalen Anforderungen eines modernen Parlaments und dem Anspruch, seine Arbeit transparent und mediengerecht darstellen zu können, entspricht. Der Plenarsaaltrakt weist in all seinen Bereichen zudem starke bau- und sicherheitstechnische Mängel auf, die nur durch erhebliche Eingriffe in die Bausubstanz beseitigt werden können. So entspricht zum Beispiel der Brandschutz nicht mehr den heutigen Anforderungen, die Energieeffizienz ist unzureichend und ein barrierefreier Zugang für Menschen mit Behinderungen ist derzeit nicht möglich.

Deshalb hat das Land Niedersachsen durch das Staatliche Baumanagement im August 2009 das Büro [phase eins] aus Berlin (www.phase1.de) mit der Durchführung eines Architektenwettbewerbs zur Um- oder Neugestaltung des Plenarsaaltraktes beauftragt.  

Auf der Liste der Beurteilungskriterien des Wettbewerbs stand zuoberst „Idee“. Zentrale Ziele waren „Funktionalität“ und „Transparenz“. Für die Jury bedeutete „Transparenz“ mehr als nur Sichtachsen. Das Gebäude hat in seiner Gestalt eine immense kulturelle Bedeutung.

Es zeigte sich, dass es keinem Verfasser gelungen ist, das Haus von Dieter Oesterlen so umzubauen, dass die Ansprüche der Gegenwart integriert werden konnten. Nur durch eine Rekonstruktion würde dies gelingen. Dabei entstünde aber eine Lösung, die dem wichtigen Anspruch nach einer Identität stiftenden Kraft nicht entspräche. 

Nachdem erkannt wurde, dass nur ein Neubau zielführend sein kann, entschied die Jury sich mit 13 : 4 Stimmen für das Projekt von Professor Yi. Es ergänzt den Laves Bau mit einem neuen starken Element, mit einer hohen Selbstverständlichkeit. Es zeigt sich mit Eleganz und Offenheit als ein Bau unserer Zeit. Er schafft für die Öffentlichkeit Transparenz und Zugänglichkeit. Der Neubau ist von einer starken „Idee“ geprägt. 

Die Jury war von diesem Konzept überzeugt, hat aber auch eine Liste von Punkten aufgestellt, die bei der Vertiefung des Konzeptes berücksichtigt werden müssen.  

Das Vergaberecht gebietet, dass das Staatliche Baumanagement nunmehr in ein Verhandlungsverfahren mit den Preisträgern eintritt, an dessen Ende die Beauftragung zur Durchführung der Baumaßnahme steht. 

Landtagspräsident Hermann Dinkla:
„Ich freue mich, dass die Jury aus dem Kreis der vielen hochinteressanten Vorschläge ein Gestaltungskonzept ausgewählt hat, welches für die nunmehr anstehenden Entscheidungen des Landtages eine betont baulich eigenständige, überzeugende und zukunftsweisende Lösung darstellt. Selbstverständlich bedarf es noch intensiver Gespräche mit dem Preisträger, um die spezifischen Belange des Landtages noch besser in die Arbeit zu integrieren.

Mein Dank gilt allen, die an der Vorbereitung dieses Vorschlages mitgearbeitet haben, und mein herzlicher Glückwunsch gilt allen Preisträgern, vor allem aber dem Gewinner des 1.Preises!“


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