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Readspeaker Symbol Pressemitteilung 91/2010 vom 04.02.2010

Harzburger Front - Im Gleichschritt zur Diktatur

Ausstellung im Niedersächsischen Landtag

Landtagsvizepräsident Dieter Möhrmann eröffnet am Montag, dem 15. Februar 2010, um 17.00 Uhr im Niedersächsischen Landtag die Ausstellung „Harzburger Front – Im Gleichschritt zur Diktatur“.

Im Rahmen der Eröffnung werden die Kultusministerin und Vorsitzende des Stiftungsrates niedersächsische Gedenkstätten, Elisabeth Heister-Neumann, sowie der Bürgermeister der Stadt Bad Harzburg, Ralf Abrahms, ein Grußwort sprechen. Dr. Sybille Steinbacher, Universität Jena, wird einen Vortrag halten und Dr. Peter Schyga, 1. Vorsitzender des Vereins Spurensuche Harzregion, wird in die Ausstellung einführen. Das musikalische Programm wird gestaltet von Bernd Krage-Sieber, Bad Harzburg.

Auf Initiative und in Trägerschaft des Vereins Spurensuche Harzregion e.V. haben Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bad Harzburg und Umgebung - aktiv unterstützt von der Mehrheit des Stadtrats und maßgeblich gefördert durch die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten - in über zweijähriger Arbeit eine durch Konzept, Quellenfülle und grafische Gestaltung beeindruckende Ausstellung zum Treffen der „nationalen Front“ in ihrer Stadt am 11. Oktober 1931 erstellt. Dieses Treffen von Vertretern samt uniformierter Anhängerschar der NSDAP, der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP), des „Stahlhelm“ und anderer rechtsnationalistischer Verbände der Weimarer Republik gehörte zu den wichtigen Marksteinen auf dem Weg zur Machtübernahme der Nationalsozialisten in Deutschland. Eine Woche später folgte der Marsch von 100.000 NS-Leuten durch Braunschweig. Ein in Bad Harzburg verabredetes Misstrauensvotum gegen die Regierung des Reichskanzlers Brüning scheiterte nur knapp.

„Dieses historische Ereignis markierte auch eine dramatische Änderung der politischen Verhältnisse in anderen Regionen des Reichs. Zudem ist diese Ausstellung nicht nur ein Erinnerungsort, sondern Aufforderung zum aktiven Handeln für Demokratie und Grundrechte. Wer die Ausstellung anschaut und dabei die Entwicklung und Ausbreitung von Feindschaft im politischen Streit in den dreißiger Jahren erkundet, erfährt, wie die erste demokratische Republik auf deutschem Boden unter dem Mangel an Demokraten und Republikanern zerbrach“, so der Historiker Dr. Peter Schyga.

Die Ausstellung ist vom 20. Februar bis 7. März 2010 täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr der Öffentlichkeit zugänglich.

Führungen, insbesondere von Schulklassen, können verabredet werden mit Dr. Peter Schyga (E-Mail: peter.schyga@gmx.de / Tel.Nr.: 0511/2152147).


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