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Das Leineschloss von 1637 bis 1866

Ein Haus, das immer wieder neu erfunden wird


Das Leineschloss liegt an der Leine, soviel ist richtig. Aber geht es als Schloss durch? 1637 erbaut diente es in den ersten 230 Jahren seiner Geschichte fast jedem seiner Eigentümer auf andere Weise: als Wohngebäude, als Kloster, als Bibliothek und Opernhaus, als Behördenbau und Sitz der Ständeversammlung - und sogar als Kaserne für 3000 Soldaten. 1637, mitten im Dreißigjährigen Krieg, reichte es beim Herzog Georg von Calenberg nur für eine bescheidene Residenz: Das von ihm errichtete "Leineschloss" in Hannover war ein schlichter Fachwerkbau.

Das Leineschloss von 1866 bis 1945

Fast ein Jahrhundert politischer Stillstand


1866 annektierte Preußen das Königreich Hannover. Von da an versank das Leineschloss politisch in einen Dornröschenschlaf. Nach 1920 sollten mehrere Museen im Leineschloss untergebracht werden; doch die Pläne scheiterten an der inflationsbedingten Not. Stattdessen richtete Hannovers Volkswohlfahrt im Erdgeschoss eine Volksküche mit Wärmehalle ein. Am 26. Juli 1943 zerstörten Brandbomben das Leineschloss.

Das Leineschloss nach 1945

Neue Politik in alten Gemäuern


Nach dem Zweiten Weltkrieg fand der Landtag zunächst provisorisch Unterkunft in der hannoverschen Stadthalle. Doch bereits im Juni 1949 beschloss der Rat der Stadt Hannover, auf das städtische Nutzungsrecht am Leineschloss zu verzichten. Damit machte er den Weg frei für die Unterbringung des Landtages in dieser historischen Stätte. Von 1957 bis 1962 wurde das Schloss wieder aufgebaut und 1962 als Sitz des Niedersächsischen Landtages feierlich eingeweiht.

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