Die Leitungsorgane des Landtages

Manchmal wird es bei Debatten im Plenum etwas lauter und hektischer, denn die Abgeordneten wollen, dass ihre Argumente gehört werden. Es wird diskutiert, gestikuliert und um die „richtige“ Politik gestritten. Dabei dürfen die Abgeordneten aber nicht alle wild durcheinander reden: Es gibt klare Spielregeln im Plenarsaal. Und die Landtagspräsidentin bzw. der Landtagspräsident passt auf, dass sich alle daran halten. Als Oberhaupt des niedersächsischen Parlamentes leitet er oder sie die Plenarsitzungen, ruft Rednerinnen und Redner auf und achtet darauf, dass diese ihre Redezeiten nicht überschreiten.

Die Landtagspräsidentin leitet zum Beispiel die Plenarsitzungen (©Focke Strangmann)
Sitzung des Präsidiums (©Tom Figiel)

Die Präsidentin oder der Präsident plant und koordiniert die gesamte Arbeit des Plenums und leitet die Verwaltung des Landtages. Dabei wird sie oder er vom Präsidium unterstützt und vertreten.

Im Ältestenrat sitzen die Abgeordneten, die viel Erfahrung in der Parlamentsarbeit haben. Und nicht – wie der Name irreführend angibt – automatisch die ältesten Abgeordneten. Dem Ältestenrat gehören die Landtagspräsidentin bzw. der Landtagspräsident und 15 Abgeordnete an, die von den verschiedenen Fraktionen benannt werden. Er beschließt die Geschäftsordnung, die Sitzordnung im Parlament, bereitet die Tagesordnungen der Plenarsitzungen vor und entscheidet, wie viel Redezeit die Fraktionen bekommen. Außerdem werden im Ältestenrat Streitigkeiten zwischen Abgeordneten und dem Präsidium besprochen und geschlichtet.