Wer wählt eigentlich wen?

Alle fünf Jahre wird ein neuer Landtag gewählt (©Focke Strangmann)
Klare Antwort: Wir wählen die Landtagsabgeordneten – und die gewählten Politikerinnen und Politiker wählen dann die Ministerpräsidentin oder den Ministerpräsidenten. Deutschland ist eine repräsentative Demokratie. Das bedeutet: Das Volk wird von gewählten Abgeordneten in den Parlamenten vertreten – also repräsentiert. Deshalb nennt man Abgeordnete auch „Volksvertreter“. Auch die Landtagsabgeordneten in Hannover treffen stellvertretend für alle Niedersachsen wichtige politische Entscheidungen.

Und wer darf wählen?

Voraussetzung ist, dass du Deutsche oder Deutscher und am Wahltag mindestens 18 Jahre alt bist – und seit mindestens drei Monaten in Niedersachsen wohnst. Wer wählen darf, bekommt rechtzeitig eine Wahl-Benachrichtigung per Post zugeschickt. Darauf stehen das Datum der Wahl und der Ort, an dem du deinen Stimmzettel ankreuzen kannst.

Alternativ darfst du deinen Stimmzettel auch per Brief verschicken. Das nennt man Briefwahl.

Gib mir fünf: Wichtige Grundregeln bei Wahlen

Die Landtagsabgeordneten werden in allgemeiner, unmittelbarer, gleicher, freier und geheimer Wahl gewählt. Diese Wahlgrundsätze gelten auch für Bundestags- und Kommunalwahlen.

  • ALLGEMEIN heißt, dass grundsätzlich alle Bürgerinnen und Bürger – ab 18 Jahren – wählen dürfen. Niemand darf z. B. wegen des Geschlechts oder der Religion ausgeschlossen werden.

  • UNMITTELBAR bedeutet, dass die Wahlberechtigten ihre Volksvertretung direkt wählen. Man überträgt also seine Stimme nicht auf „Wahlfrauen“ oder „Wahlmänner“ – wie bei den Präsidentschaftswahlen in den USA.

  • GLEICH meint, dass alle Wählerinnen und Wähler gleich viele Stimmen haben – und keine Stimme mehr wert ist als eine andere.

  • FREI ist eine Wahl, wenn man bei seiner Wahlentscheidung von niemandem beeinflusst – zum Beispiel unter Druck gesetzt – wird.

  • GEHEIM bedeutet: Man kreuzt seinen Stimmzettel unbeobachtet in einer Wahlkabine an. Denn niemand hat das Recht zu erfahren, wer wen gewählt hat. Man kann seine Wahl aber natürlich freiwillig seinen Freunden oder Eltern verraten.