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Readspeaker Symbol Keine Knochen vom Grafen Königsmarck

Ergebnis der Untersuchung der Knochenfunde vom August 2016 auf der Landtagsbaustelle


Nach Abschluss der Untersuchungen der Knochen, die im August auf der Landtagsbaustelle gefunden wurden, steht nun fest, dass diese nicht vom Grafen Königsmarck stammen. Das Institut für historische Anthropologie der Universität Göttingen fand heraus, dass die gefundenen menschlichen Überreste nicht nur einer Person, sondern mindestens fünf Personen zuzuordnen sind. Vier davon stammen von Leichen, die gestorben sind, als sie viel älter als Graf Königsmarck waren, einer hätte zwar zum Lebensalter Königsmarcks gepasst, gehört jedoch einer Frau

Hintergrund:

Königsmarck war der Liebhaber der Erbprinzessin von Braunschweig-Lüneburg, Sophie Dorothea von Celle. Deren Ehemann war Herzog Georg Ludwig zu Braunschweig und Lüneburg, späterer Kurfürst und ab 1714 auch König Georg I. von Großbritannien. Königsmarck verschwand nach einem Besuch bei seiner Geliebten 1694 im Leineschloss spurlos. Die Leiche von Graf Königsmarck wurde nie gefunden, Hinweise auf einen Mord gab es seinerzeit zwar, aber nie Beweise dafür. Weil der Graf das letzte Mal lebend im Leineschloss gesehen wurde, kam beim Knochenfund vom vergangenen August die Frage auf, ob diese von ihm hätten stammen können. Die Untersuchungen haben aber nicht zur Klärung geführt, das Rätsel um den Grafen bleibt und die Knochenreste der Unbekannten werden jetzt dem Landesmuseum übergeben.

Unmittelbar neben der Fundstelle stand im Übrigen bis 1943 die
Schlosskirche. In der Krypta dieser Kirche waren viele Angehörige des
Welfenhauses beigesetzt. Im Mittelalter stand an dieser Stelle das
Minoritenkloster, dessen Mönche rund um die Kirche beerdigt waren. Daher ist es gut möglich, dass die gefundenen Überreste daher stammen.

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